Lass Dich…

Ich war bei den Frommen und fand keinen wirklichen Fortschritt bei ihnen. Ich war mit den Kriegern, doch ich sah und fand auch dort keinen Fortschritt.

Dann fragte ich: „Oh Gott, was ist der Weg zu Dir?“

…und Gott sagte: „Lass Dich gehen und komm.“

(Rumi)

von sich selbst lassen

Unser Karma sind unsere Lebensthemen, unser einmaliger Lebens- und auch Leidensweg der gewertschätzt, vollständig erlebt und darin erlöst sein will. Jeder Stein auf diesem Weg, läd uns ein, uns in Demut zu verneigen, uns zu erheben, und etwas wundervolles daraus entstehen zu lassen. An diesem Punkt wird unser Karma zu unserem Dharma, unser Lebensweg, wo wir in Übereinstimmung sind mit Gott und der Wirklichkeit, die wir sind. Darin offenbart sich jeder Stein auf diesem Weg zu einen Geschenk Gottes. Jeder trägt unausweichlich Karma in sich. Nehmen wir es nicht an leben wir in Projektion und Verdrehung, leben in Leiden, Konzepten, Meinungen, Urteilen, Selbst-Kritik und dem nicht wollen von dem was da ist – und genau dies nicht wollen ist die Anhaftung daran. Wenn wir es wirklich mit unserem ganzen Wesen annehmen kann das Karma ein direkter Zugang zu Gott sein, in dem wir vollkommen unbedeutend sind, und wir sehen das sich das Dharma erfüllt und vollzieht.

Karma Yoga, ist der Yoga des Handels und Sein. Ein Sein was mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung bringt. Kaum jemand kann das Karma ohne Meister überwinden. Überwinden bedeutet nicht das dann die Schwierigkeiten und Herausforderungen weg sind – auch wenn vieles verschwunden sein wird, und vieles an Substanz verloren hat. Viel mehr ist es so, wir sehen und erleben das wir in Gott und seiner Existenz getragen, und es keine Trennung gibt, nur ER IST. Hier beginnt es sich zu erleben, und dieser Beginn, dieser Anfang hat kein Ende. Ein wesentlicher Schritt, ist die Idee es Karma hinter sich zu lassen und unmittelbar zu Erleben und so das Selbst zu SEIN. Selbst-Realisation ist der Sinn und ERfüllung des Lebens.

Was willst du wirklich?

„Ihr ganzes Leben ist vergeudet, wenn Sie es nur damit verbringen, über weltliche Dinge zu reden. Denken Sie gut darüber nach, wie Sie Ihr Leben nutzen wollen. “ Sri Siddharameshwar Maharaj – Meister der Selbstverwirklichung“ Diskurs 92

Spüren, fühlen, geschehen lassen

Es braucht ein wenig Übung zu fühlen und zu erleben was da ist, und dies was in dir auftaucht vollständig zu erleben. Denn das läuft komplett gegen die Konditionierungen Ich-Geistes.

Wenn die Geschichten von Schuld, Angst, Scham und all dem unangenehmen und tabuisierten auftaucht, lass es in seiner Energetik ganz auftauchen. An einem Punkt vielleicht so sehr das die Ge-Schichten implodieren, verbrennen. Alles in der Leere verschluckt wird und nur du DAS bist was bleibt.

Das ist richtig Arbeit, aber nicht im Sinne von Tun, Wollen, Druck machen, mehr in dem Sinne, Anhalten, echt sein, empfänglich sein, ehrlich schauen alles erlebend. Spüren, Fühlen, geschehen lassen… Ganz ohne Druck, einfach ganz hier, offen für dich selbst.

Spüre auch das Feststecken, fühle auch das nicht fühlen können, das nicht wahr haben wollen, all das Schöne wie auch die Not und die Ohnmacht.

Kann die Not ganz da sein, eröffnet dies unmittelbare Erleben einen Raum der Freiheit, dort geschieht alles Notwendige ganz aus sich heraus. ES geschieht aus dem was frei ist…

Da ist einfach viel unangenehmes, tabuisiertes was auftaucht, das macht Stress. So what, gib all dem was auftaucht Raum – darin entsteht Raum für dich.

Wir sind fühlende Wesen, in der Welt voller Erfahrungen die auch empfunden und gefühlt sein wollen. Ein Großteil des Leides liegt daran das wir uns vom Unmittelbaren Erleben in uns abgelenkt haben und es vielleicht auch immer wieder tun, anstatt es ganz zu erleben, und Vollständigkeit in dem was da ist zu erfahren.

Halte an, lass geschehen, Freiheit findet jenseits von Wollen und Müssen statt.

Das Schöne, zu erfahren zu fühlen, zu erleben was da ist öffnet das Herz in Mit-Gefühl, für das was Herz ist.

Verstehen

Das Leben mit allem wie es sich vollzieht, kann nicht umfänglich verstanden werden. So ist es westlicher am Punkt der Berührung zu bleiben, und „mein Leben“ in der Energetik, der göttlichen Präsenz zu überantworten. Im existenziellen durchwandern und erleben geschieht dann auch ein Verstehen, doch mehr in dem Sinne ganz darin zu stehen.

Ramanaś Astavakra Gita

Erinnern

Sich an seine Natur zu erinnern, ist zu verinnerlichen wer du bist, Inne-zu-Sein, ohne Bild über das was ist, alles auftauchen zu lassen, alles da sein zu lassen, alles sein zu lassen und von sich zu lassen…

Dranbleiben

Die Anleitungen zur Achtsamkeit, zur Leerheit oder zur Arbeit mit Energie sagen alle dasselbe: dranbleiben, exakt am Punkt bleiben, das nagelt uns fest. Es legt uns auf genau den Kreuzungspunkt von Raum und Zeit fest, an dem wir uns befinden. Wenn wir genau hier innehalten und die Impulse nicht ausagieren oder unterdrücken und weder anderen noch uns selbst die Schuld geben, dann treffen wir auf eine offene Frage, auf die es keine schematische Antwort gibt. Wir treffen auf unser Herz.

(Pema Chödrön – Wenn alles zusammenbricht)

Herz und Diamant

Werft die Wahrheiten anderer und auch die von euch selbst über Bord und schaut nach eurem lebendigen wort-losen Sein. Wer die Wahrheit ohne Zweites kennt weiß sie nicht… du bist es.

Dort wo es nichts mehr zu tun gibt, und genau dies ansteht, verweile in diesem ICH-ICH, in dem allen aufsteigen, kommen und gehen darf.

Der Unterschied von Ich-Geist und vom ICH-ICH ist sehr dünn, darum durchdringe jeglichen Unterschied. Vergiss selbst die Ideen von Bedingungslosigkeit und Unterschiedslosigkeit. Lebt bedingungslos in der Anerkennung und Wertschätzung der Dinge, wie sie sind.

Wenn die Bedeutungen die wir dem Leben geben am verblasen ist, tritt Sinnlosigkeit ein, wird dem keinen Sinn beigemessen, und der Sinn-Sucher in puren Fühlen, Spüren und Erleben verschwunden ist, IST Frieden und Mitgefühl, ungeteilt DAS was deine Natur ist. Spüre einfach, dies was da ist und sei still.

Wahrheit findet sich nicht in den Worten. Es geht nicht um dich, und seltsamerweise geht es darin nur um dich.

Als die buddhistischen Textrollen von Indien nach China gebracht wurden, stellt man fest das sie leer waren. Ist die Bereitschaft da sich vorbehaltlos so zu begegnen wie man da ist, finden sich darin Das Herz- und Diamant-Sutra als du Selbst.

Das ES SICH in dir entschlüsseln kann, ist kein Spaziergang… Folge dem Sog in dein Inneres… Lausche dem was da ist, sei beständig und alles geschieht von selbst.