Rameshwaras Blog

tiefgreifende Veränderung

Habe mit allen Menschen Geduld, vor allem aber mit dir selbst. Lasse dich nicht durch deine Unvollkommenheiten entmutigen, beginne immer wieder mit neuem Mut. Ich freue mich, daß du jeden Tag von neuem beginnst. Es gibt keinen besseren Weg zu geistigen Erkenntnissen, als immer wieder von vorn zu beginnen und nie zu denken, daß es nun genug sei. Wie können wir geduldig bei den Schwächen unseres Nachbarn sein, wenn wir ungeduldig bei unseren eigenen sind. Wer sich über seine eigenen Mängel grämt, wird sie nicht korrigieren können. Alle tiefgreifenden Veränderungen kommen aus einem ruhigen und friedvollen Geist.

(Franz von Sales – 1567 – 1622)

„Alle tiefgreifenden Veränderungen kommen aus einem ruhigen und friedvollen Geist.“

Ich sterbe

Ich sterbe jeden Tag, in meine Ängste, meine Vorstellungen, Begrenzungen und meine Widerstände. Ich sterbe jeden Tag, weil es letztlich die einzige Möglichkeit ist wirklich am Leben zu SEIN.

Du magst vielleicht sagen, das ist ja schrecklich, sterben, Tag für Tag.

Soviel Liebe und Sanftheit…

es ist in dir

Der Jünger sprach zum Meister: Wie mag ich kommen zu dem übersinnlichen Leben, dass ich Gott sehe und höre reden?
Der Meister sprach: Wenn du dich magst einen Augenblick in das schwingen, da keine Kreatur wohnet, so hörest du, was Gott redet.

Der Jünger sprach: Ist das nahe oder ferne?
Der Meister sprach: Es ist in dir, und so du magst eine Stunde schweigen von allem deinem Wollen und Sinnen, so wirst du unaussprechliche Worte Gottes hören…

Jakob Böhme (1621) in: De Vita Mentali oder Vom übersinnlichen Leben

Ich habe nichts gegen…

Als Ch’an-Meister Fachang zum ersten Mal zu Mazu kam, fragte er: „Was ist der Buddha?“ Mazu antwortete: „Der Geist ist Buddha.“ Daraufhin erfuhr Fachang die große Erleuchtung.

Später lebte er am Berg Dameishan. Mazu hörte, dass er sich auf diesem Berg niedergelassen hatte, und schickte einen Mönch aus, um sich nach ihm zu erkundigen. Er fragte: „Ehrenwerter, als Sie bei Mazu waren, was erreichten Sie dort, das Sie veranlasste, auf diesem Berg hier zu leben? Fachang antwortete: „Meister MaTzu sagte mir: „Der Geist ist Buddha.“ Und daraufhin kam ich her, um hier zu leben.

Hingabe…Der Mönch sagte: „Die Lehre von Mazu hat sich letztens wieder verändert.“ Fachang fragte: „Was hat sich denn verändert?“ Der Mönch antwortete: „In letzter Zeit sagte er: ‚Nicht Geist, nicht Buddha.’“ Fachang sagte: „Der alte Schurke führt die Leute an der Nase herum, und es ist kein Ende abzusehen. Ich habe nichts gegen „Nicht Geist, nicht Buddha.“

Der Mönch kehrte zu Mazu zurück und berichtete ihm. Mazu sagte: „Die Pflaume ist reif.“

(Mazu Daoyi/Dazhu Huihai, „Grundlegende Reden und Aufzeichnungen des Ch’an“)

Lass Dich…

Ich war bei den Frommen und fand keinen wirklichen Fortschritt bei ihnen. Ich war mit den Kriegern, doch ich sah und fand auch dort keinen Fortschritt.

Dann fragte ich: „Oh Gott, was ist der Weg zu Dir?“

…und Gott sagte: „Lass Dich gehen und komm.“

(Rumi)

von sich selbst lassen

Unser Karma sind unsere Lebensthemen, unser einmaliger Lebens- und auch Leidensweg der gewertschätzt, vollständig erlebt und darin erlöst sein will. Jeder Stein auf diesem Weg, läd uns ein, uns in Demut zu verneigen, uns zu erheben, und etwas wundervolles daraus entstehen zu lassen. An diesem Punkt wird unser Karma zu unserem Dharma, unser Lebensweg, wo wir in Übereinstimmung sind mit Gott und der Wirklichkeit, die wir sind. Darin offenbart sich jeder Stein auf diesem Weg zu einen Geschenk Gottes. Jeder trägt unausweichlich Karma in sich. Nehmen wir es nicht an leben wir in Projektion und Verdrehung, leben in Leiden, Konzepten, Meinungen, Urteilen, Selbst-Kritik und dem nicht wollen von dem was da ist – und genau dies nicht wollen ist die Anhaftung daran. Wenn wir es wirklich mit unserem ganzen Wesen annehmen kann das Karma ein direkter Zugang zu Gott sein, in dem wir vollkommen unbedeutend sind, und wir sehen das sich das Dharma erfüllt und vollzieht.

Karma Yoga, ist der Yoga des Handels und Sein. Ein Sein was mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung bringt. Kaum jemand kann das Karma ohne Meister überwinden. Überwinden bedeutet nicht das dann die Schwierigkeiten und Herausforderungen weg sind – auch wenn vieles verschwunden sein wird, und vieles an Substanz verloren hat. Viel mehr ist es so, wir sehen und erleben das wir in Gott und seiner Existenz getragen, und es keine Trennung gibt, nur ER IST. Hier beginnt es sich zu erleben, und dieser Beginn, dieser Anfang hat kein Ende. Ein wesentlicher Schritt, ist die Idee es Karma hinter sich zu lassen und unmittelbar zu Erleben und so das Selbst zu SEIN. Selbst-Realisation ist der Sinn und ERfüllung des Lebens.

Was willst du wirklich?

„Ihr ganzes Leben ist vergeudet, wenn Sie es nur damit verbringen, über weltliche Dinge zu reden. Denken Sie gut darüber nach, wie Sie Ihr Leben nutzen wollen. “ Sri Siddharameshwar Maharaj – Meister der Selbstverwirklichung“ Diskurs 92

Spüren, fühlen, geschehen lassen

Es braucht ein wenig Übung zu fühlen und zu erleben was da ist, und dies was in dir auftaucht vollständig zu erleben. Denn das läuft komplett gegen die Konditionierungen Ich-Geistes.

Wenn die Energetik der Geschichten von Schuld, Angst, Scham und all dem unangenehmen und tabuisierten auftaucht, lass es in seiner Energetik ganz auftauchen. An einem Punkt vielleicht so sehr das die Ge-Schichten implodieren, verbrennen. Alles in der Leere verschluckt wird und nur du DAS bist was bleibt.

Das ist richtig Arbeit, aber nicht im Sinne von Tun, Wollen, Druck machen, mehr in dem Sinne, Anhalten, echt sein, empfänglich sein, ehrlich schauen alles erlebend. Spüren, Fühlen, geschehen lassen… Ganz ohne Druck, einfach ganz hier, offen für dich selbst.

Spüre auch das Feststecken, fühle auch das nicht fühlen können, das nicht wahr haben wollen, all das Schöne wie auch die Not und die Ohnmacht.

Kann die Not ganz da sein, eröffnet dies unmittelbare Erleben einen Raum der Freiheit, dort geschieht alles Notwendige ganz aus sich heraus. ES geschieht aus dem was frei ist…

Da ist einfach viel unangenehmes, tabuisiertes was auftaucht, das macht Stress. So what, gib all dem was auftaucht Raum – darin entsteht Raum für dich.

Wir sind fühlende Wesen, in der Welt voller Erfahrungen die auch empfunden und gefühlt sein wollen. Ein Großteil des Leides liegt daran das wir uns vom Unmittelbaren Erleben in uns abgelenkt haben und es vielleicht auch immer wieder tun, anstatt es ganz zu erleben, und Vollständigkeit in dem was da ist zu erfahren.

Halte an, lass geschehen, Freiheit findet jenseits von Wollen und Müssen statt.

Das Schöne, zu erfahren zu fühlen, zu erleben was da ist öffnet das Herz in Mit-Gefühl, für das was Herz ist.

Verstehen

Das Leben mit allem wie es sich vollzieht, kann nicht umfänglich verstanden werden. So ist es westlicher am Punkt der Berührung zu bleiben, und „mein Leben“ in der Energetik, der göttlichen Präsenz zu überantworten. Im existenziellen durchwandern und erleben geschieht dann auch ein Verstehen, doch mehr in dem Sinne ganz darin zu stehen.

Ramanaś Astavakra Gita

Erinnern

Sich an seine Natur zu erinnern, ist zu verinnerlichen wer du bist, Inne-zu-Sein, ohne Bild über das was ist, alles auftauchen zu lassen, alles da sein zu lassen, alles sein zu lassen und von sich zu lassen…

Dranbleiben

Die Anleitungen zur Achtsamkeit, zur Leerheit oder zur Arbeit mit Energie sagen alle dasselbe: dranbleiben, exakt am Punkt bleiben, das nagelt uns fest. Es legt uns auf genau den Kreuzungspunkt von Raum und Zeit fest, an dem wir uns befinden. Wenn wir genau hier innehalten und die Impulse nicht ausagieren oder unterdrücken und weder anderen noch uns selbst die Schuld geben, dann treffen wir auf eine offene Frage, auf die es keine schematische Antwort gibt. Wir treffen auf unser Herz.

(Pema Chödrön – Wenn alles zusammenbricht)

Nächste Seite » « Vorherige Seite