Gestern im Satsang sage ich: „Spiritualität ist ein Scheißdreck“. Gemeint ist diese Spiritualität die dir erzählt was dir fehlt, oder was an dir zuviel ist, was du alles werden kannst, wie du dein Potenzial entfalten könntest – vergiss es, du bist DAS Potenzial und DAS findest du in keiner Falte. Und das was du werden kannst, in dem Moment wo du es scheinbar erreicht „hast“ ist das Verfallsdatum schon wieder abgelaufen und es ist nichts mehr wert, zumindest nicht das was man dir versprochen hat. Also wird die nächste Spirituelle Ausbildung, das nächste Coaching zur Erlösung von was auch immer, angestrebt. Der Anbieter für die höchste Energie wird aufgesucht und Übermorgen ist es wieder was anderes. Um endlich… ja was? Auch wenn du meist triftige Gründe zu haben, hier und dort hin zu gehen, dies und jenes zu machen. Letztendlich ist es immer nur ein Objekt was das nächste jagt und das geht weiter und weiter… Und es endet HIER.

Eben find ich diese Aussage von Nitya: „All die Sadhanas sind nichts als Krücken. Wer sie wegwirft und lieber im Dreck auf seinen eigenen Extremitäten rumkrabbelt als aufzuhören, zu sein was er ist, der ist wahrhaftig gesegnet.“

JA, …doch vielleicht nicht verkehrt, sich zu sich selbst umzukehren und zu Sehen was man ist. Klar zu erfassen was du bist, um so nicht weiter im Zweifel und im Mangel rumzukrabbeln und sich dabei auch noch insgeheim zu „ETWAS“ zu verurteilen. Statt in allem zu SEIN was du bist und sich erfasst sein zu lassen…

Vor einiger Zeit wurde ich gefragt: „Was für ein Sadhana ich mache?“ ein wenig überfragt, weil DAS keine Sache des Tuns, eher eine Art des Seins ist, antwortete ich, „…als DAS sein, im Sein zu verweilen.“ Mein Gesprächspartner hat Verwirrt reagiert, vielleicht hätte ich was von Meditation, QiGong oder was weiß ich nicht erzählen sollen. Dann hätten wir noch ein wenig Gesprächsstoff gehabt um die Spirituelle-Story endlos weiter zu erzählen. Er meinte: „DAS ist ihm nicht ganz klar???“

Doch, das ist klar und ist immer hier, ES schaut durch deine Augen und ist DAS was du bist. DU BIST, das ist unverändert. Sein an sich, ist in dir und um dich herum. Da verweile als DAS und DAS Wesen an sich erfasst sich ganz aus sich heraus, so simpel…

Vorstellungen,Identifikation und Individualität fallen von selbst, und im da bleiben und dem nicht aufgreifen dessen was kommt und geht bist du wahrhaft gesegnet, von DEM was du bist.

Ich hab so wenig Interesse an der Person, weder an deiner noch an meiner. Klar das Leben läuft… Wunderbar, lass es doch laufen und du bleibst still als DAS was du bist. Das praktische Wesentliche was ansteht wird getan – da gibt es nichts zu drehen oder zu konzeptualisieren. Und dann, wenn das was heute ansteht getan ist …tue nichts, entspann dich, sei mit der stillen Energtik die ungeteilt in dir ist, sei einfach – und lasse das äußeres und innere aus sich heraus anhalten. Meditiere über das was du bist, als DAS was du bist – sich selbst schauend, ohne Ziel, darin erfasst sich DAS, ohne einem Bild zu entsprechen,…

Es braucht nur die Bereitschaft nicht zu wissen und sich DEM hinzugeben was gewiss ist, darin ist man wahrhaftig gesegnet. Sich DEM vollkommen anzuvertrauen und DAS zu sein, das ist alles.