ICH BIN ist kein Objekt

Die Einladung der Erforschung, einfach zu sehen was jetzt wirklich da ist und wie das ist. Es gibt nichts zu tun, einfach nur zu Sehen und zu Sehen und zu Sein …

Und dieses, „was ist jetzt wirklich da“ und „wie ist das“, ist vielleicht ernüchternd. Dieses „wie es ist“ entspricht einfach keinem Konzept und dennoch offenbart es Vollkommenheit. DAS entspricht keinem Konzept und ist in allem. Wenn wir bereit sind zu sehen was jetzt wirklich ist – nicht was in Gedanken und Vorstellungen geschieht, sonder was hier unmittelbar und wirklich ist, stoßen wir mit der Nase auf DAS und kommen nicht umhin zu sehen das wir es selbst sind.

Gleich wie es sich zeigt darin liegt Vollkommenheit, das kann hier gesehen und geschmeckt werden. DAS entspricht keinem Bild, du entsprichst keinem Bild. Die Vollkommenheit kann auch absolut Un-Vollkommen sein, weil der Moment wie es sich zeigt vollkommen ist. Das zu sehen, zu bemerken darin gibt’s keine Trennung zwischen dem der das sieht und dem MOMENT selbst – es ist das ganze Geschehen. Es ist das eine SEIN – gleich wie es sich zeigt, ganz gleich… DAS ist kein Objekt

Der Eindruck das hier Objekt sind entsteht erst dadurch das es durch die Mentale Mühle läuft. Und selbst ein durch die Mentale Mühle laufen ist kein Problem, wenn es vor-be-haltlos durchlaufen kann – es kein Denken darüber gibt, es wird einfach ungeteilt gesehen und zerfällt in der Leere. Wenn die Objektivierung nichts objektiviert, das Unmittelbare wichtiger ist als die Vorstellungen die darin auftauchen, bleibt nichts, kein Objekt an dem gehalten werden könnte.

Es ist mir eine Freude zu Sehen und zu erleben das der Ruf in dir gehört werden kann, und DEM gefolgt wird – die Wahre Natur dich zurückholt. Und das ist ein Paradox: Es findet eine Erforschung statt, die unmittelbar ins Leere läuft – in der sich die Natur selbst erfasst. Verstehen was aus einer Selbstverständlichkeit stattfindet, das du DAS Selbst bist. Und ab dem Punkt geht’s um nichts mehr und dennoch geht das gewöhnliche Leben weiter, doch das entspricht keinem Bild mehr, beziehungsweise ein Bemerken und fallen lassen der Bilder, das sie verbrennen können. DAS Eine, ist das ganz Gewöhnliche – ohne Besonderheit – es gibt keine Trennung. DAS Unmanifestierte zeigt sich hier.

Der Blick auf das was ist, ist der Blick auf DAS was du bist. Du erblickst einfach DAS Gold, das du bist – gleich in welcher Form es sich darstellt. Keine Besonderheit, alles erscheint in DEM, alles ist das erscheinen deiner Natur, alles ist getragen in Stille.

Im letzten Satsang wurde gefragt: „Für was ist das Verstehen eigentlich notwenig?“ Ganz einfach das du die Adresse kennst, wo du DAS erblicken, unmittelbar Sehen kannst das du DAS bist.

Wenn du die Adresse nicht kennst – diesem Hinweis nicht vertraust, kommen Vorstellungen und nehmen dich mit. Diese Vorstellungen erzählen dir das dir was fehlt. Es kommt Zweifel vorbei und machen dich zu etwas zweifelhaftem. Versprechungen Hoffnungen tauchen auf – die dir von einer Zukunft erzählen, einer Schlimmen oder einer schönen, etwas werden könnte. Wenn du die Adresse kennst, HIER alles ist was ist und DAS du das bist – kannst du dich dem anvertrauen, kannst du dich dir selbst anvertrauen.

Wenn ich mir nicht im klaren darüber bin, nicht in der tiefe Verstanden habe und dem nicht wirklich vertraue, wird hier und dort gesucht – dann ist jede Weisheitslehre, Advaita oder ein direkter Hinweis genauso ein Konzept wie, jedes andere. Dann kann ich das verstehen, dann kann ich jenes verstehen…

Aber wenn eindeutig ist das du immer hier bist, kannst du hier anhalten und Sehen das du das bist. Die Wahrnehmung ist in Bewegung, mal hier mal dort, mal innen mal aussen, mal in einer persönlichen Funktion wenn es was zu erledigen gibt, wunderbar. Aber da gibt’s nichts mehr zu zweifeln und zu suchen …einfach zu entdecken ich bin hier. Und in diesem ich bin hier, offenbart sich die Fülle des Seins, in diesem ich bin hier zerfällt jeder Parameter der dich oder das was ist zu etwas macht.

Die gedanklichen Parameter zerfallen in der direkten Schau: was ist jetzt wirklich und wie ist es. Und so kann ein tiefes ankommen geschehen, der Schatz kann geborgen werden, das du DAS Gesuchte bist. Bis in die Quelle und durch alles hindurch wird erfasst das du DAS Eine bist, das du die Quelle von allem bist. Und ich möchte hinzufügen an einer Erkenntnis, an einer Einsicht kann man nicht festhalten – schön wenn ein Erfassen geschieht. Nichts woran man festhalten kann, aber die schau was ist jetzt wirklich und wie ist es, lässt ganz im unmittelbaren ankommen und sehen das du IMMER unverändert hier bist. Ganz gleich in welchem Gewand sich der Moment zeigt. Dies Schauen ist wie ein Update, wie ein Update auf die Lebendigkeit der Gegenwärtigkeit, darin erfasst sich DAS Sein, darin erfasst sich DAS Selbst. Und das ist nichts worüber du dir bewusst werden kannst, als ein: ich bin immer hier, ich bin DAS – auch wenn es immer wieder ein auf-blitzen und erkennen gibt. DAS was kein Objekt ist kann nicht verstaden werden. Das ist eine Möglichkeit sich auszurichten auf DAS. es ist eine Möglichkeit im HIER-Sein anzukommen – dieses sich ausrichten und ankommen, berührt und durchdringt Bereiche die du nicht wissen kannst. Das simple Sitzen hier, geht in der Unmittelbarkeit über alles hinaus,…

Die direkte Erfahrung kann man nicht wissen, aber unmittelbar Erleben. Darin öffnet sich lebendiges ungeteiltes SEIN. Und da gibt es kein Ich was im SEIN ist, da ist nur SEIN und das bist du. SEIN ist alles was ist.

 

Alles ist ich, doch ich bin kein Ding. Oder anders gesagt: Ich bin, aber es gibt mich nicht. Und somit ist ICH BIN kein Objekt, sondern die Offenbarung des Absoluten – was seiner Natur nach Selbst-los ist.

Immer und allem ist dieses ICH BIN. Dem vertrau dich an – Sei DAS, das ist alles.