Blog – Der Weglose Weg

nur DAS was Sein ist

„keinen Vorteil davon – und das könnte ein Vorteil sein, nicht was es zu behaupten gilt.“  Da wo die Selbst-Behauptung endet – ist das „scheinbare-ich“ aus einer Unmittelbarkeit enthauptet und da ist nur DAS was Sein ist.

Praktisch könnte man sagen, gib die Täuschung, das Leid, die Erfahrung und den Erfahrenden auf – nimm die Finger raus, und sei das was unbewegtes, wort-loses SEIN ist und du bist offensichtlich DAS was du in deiner Natur bist. Doch ist das keine Technik oder etwas was man tun. Es ist noch näher als nah, bleib einfach – ohne Bild, DAS ist kein Konzept, DAS was du bist kann nicht erreicht werden, du kannst es nur SEIN.

Jede Erfahrung-sequenz von Sein ist leer, da ist nichts und niemand drin – da ist nichts rauszuholen. Nichts was je verloren war.

Jeder Atemzug der aus dir herausströmt berührt IHN – jeder Atemzug der in dich hineinfliesst berührt IHN. Du bist ER, DU BIST DAS, und DAS ist alles was ist

DU BIST ER

 

Wenn man aufhört…

„Es gibt eine Geschichte über einen dummen Kerl, der wissen wollte, was Schlaf ist. Immer wenn er gerade dabei war einzuschlafen, erinnerte er sich: „Aha, jetzt werde ich den Schlaf erwischen.“ Bei diesem Gedanken klatschte er in die Hände und war plötzlich vollkommen wach. Indem er das immerzu wiederholte, wurde der arme Kerl müde und gab sein Bemühen schließlich ganz auf, den Schlaf erwischen zu wollen. Mit dem Versuch, Brahman zu kennen, verhält es sich ebenso. Wenn man aufhört, Brahman „wissen“ zu wollen, wird man zu Brahman selbst.

Wenn der grobstoffliche und der feinstoffliche Körper verneint werden, dann sind die Instrumente des Verstandes und des Erkenntnisvermögens aufgebrochen. Dann geht der Aspirant in den Zustand des Kausalkörpers über, der einer der „Vergessenheit“ ist. Dieser Zustand selbst ist die Unwissenheit des Menschen.“

(aus: Sri Siddharameshwar Maharaj – Der! Schlüssel zur Selbstverwirklichung)

Es gibt dumme Kerle die meinen zu „Wissen“. Und hoffen das Wissen, eine Praxis, eine passende Therapie und „was auch immer“ führe zu Frieden, Akzeptanz, Glück und der Realisation von DEM was man ist. Statt zu sein was man ist und sich dem total anzuvertrauen, zu überantworten, wird sich immer wieder von neuem ein Weg im Verstand ausgedacht.

Wenn man aufhört, etwas „anderes“ werden zu wollen

Wenn man aufhört erkennen, erfahren, wissen, verstehen, fühlen, erleben, DAS Absolute oder Etwas Relatives „werden zu wollen“,… wird man zu  DEM was man ist. Es wird mehr als beläufig offensichtlich das du (Para-)Brahman bist, DAS was man immer war und ist. Dazu gibt es keine Erfahrung, denn jede Fassette von SEIN bist du – ungeteilt. Du bist das – nur nicht die Vorstellung oder die Worte darüber. So wird das Wort Löffel, kein Löffel ist. Wort-loses SEIN ist das was du ununterbrochen bist.

Es gab nie ein Ich das Erleuchtet wurde, es ist deine Natur und die ist immer hier, sie wird sich ihrer Selbst gewahr – dieses SEIN hat keinen Besitzer. Dies Männlein das du bist, das Männlein das ich bin, hat keinen Vorteil davon – und das könnte ein Vorteil sein, nicht was es zu behaupten gilt.

Nisargadatta Maharaj: „ Ich wurde enttäuscht. Das ist alles. Ich pflegte eine Welt zu erschaffen und zu bevölkern – das tue ich jetzt nicht mehr. Es ist, als sagt man: „ Ich habe mein Werk getan, es ist nichts mehr zu tun“ …Die alte unaufhörliche Suche stand still – ich wünschte nichts mehr, erwartete nichts mehr, hielt nichts für mein Eigen. Es war kein „Ich“ mehr da, um dafür zu streben. Sogar das reine „ICH BIN“ welkte dahin. Das andere, was ich bemerkte,war, das all meine gewohnten Gewissheiten verlor.“

(aus: Nisargadatta – Ein Indischer Mystiker des 20. Jahrhunderts)

 

ja so ist es

„Aus großer Entfernung einen Pfeil durch ein Schlüsselloch zu schießen ist schwer. Noch schwerer ist es mit der Spitze eines gespaltenen Haars ein gespaltenes Haar zu durchstoßen. Am schwierigsten ist es zu erkennen, daß alles Leiden ist.“ (Buddha Shakyamuni)

 

 

Im besten Sinn, geht es hier um Ent-täuschung , die Freiheit an sich ist.

Denn da ist dieser subtile Versuch dem „Leiden“ zu entkommen,…

„Der Suchende“ sichtet sich auf eine „Vorstellung“ die nicht jetzt hier ist. „Beides – der Suchende und seine Vorstellungen“ gibt es  in Wirklichkeit nicht. Der Suchende, der Denker und das Ziel was er sich vorstellt, das ist alles nur Phantasie, etwas vorgestelltes, was keine reale Substanz hat.

Ganz pragmatisch geht es einfach darum sein Leben zu leben, ohne ein anderes Leben zu suchen, und mittendrin sich diesem ja so ist es anzuvertrauen, darin offenbart sich offensichtlich, zweifelsfrei der EINE Buddha, der ungeboren unser aller Natur ist.

 

 

 

Das eine versklavt Sie, das andere befreit Sie

Ich bin nach Indien gekommen,
um einen Yogalehrer zu suchen.
Ich suche immer noch.

Maharaj:
Welche Art von Yoga wollen Sie praktizieren,
den Yoga des Erreichens oder den Yoga des Aufgebens?

Frage:
Läuft am Ende nicht beides auf dasselbe hinaus?

nisargadatta

Maharaj:
Wie könnte es? Das eine versklavt Sie,
das andere befreit Sie.
Das Motiv ist höchst entscheidend.
Freiheit entsteht durch Aufgeben.
Aller Besitz bedeutet Gefangensein.

(Sri Nisargadatta Maharaj, “ICH BIN”)

 

Heftet euch an nichts

Enthaltsamkeit, Gelassenheit und Weisheit existieren nur im Gegensatz zu Begierde, Zorn und Unwissenheit. Wie könnte es ohne Täuschung Erleuchtung geben?

Darum sprach Bodhidharma: „Buddha verkündet alle Dharmas, um jede Spur begrifflichen Denkens auszumerzen. Enthielte ich mich vollkommen des begrifflichen Denkens, was wäre dann der Nutzen aller Dharmas?“

Heftet euch an nichts jenseits des reinen Buddha-Wesens, der ursprünglichen Quelle aller Dinge. Nehmt an, ihr solltet die Leere mit zahllosen Juwelen schmücken; woran könntet ihr diese festmachen? Das Buddha-Wesen gleicht der Leere. Wenn ihr sie auch mit unschätzbarem Verdienst und Weisheit schmücktet, wo könnten diese sich festsetzen? Sie würden nur das ursprüngliche Buddha-Wesen verbergen und unsichtbar machen.

(Aus: Huang-po, „Der Geist des Ch’an“)

 

Es ist mir einfach eine Freude

Eigentlich wollte ich Dienstag das Satsang als Audio aufnehmen, warum auch immer ist es mal wieder nicht passiert. Das Wunder, meist dann wenn kein Aufnahmegerät im öffentlichen Satsang am Start ist, findet das beste Satsang statt.

So auch einfach ein Dank an die die „IMMER“ wieder da sind…
Ohne eure Bereitschaft und ohne eurer lebendiges Interesse, würde sich DAS in seiner Qualität des offensichtlichen nicht so zum Ausdruck bringen.

Nacktheit ist meine Natur.

So ist es ein beständiges Aus-kosten, von dem was auftaucht und dem was IST. Darin liegt ein beständiges wieder-erwachen, zu DEM was ich bin und gewiss IST. Darin liegt die Möglichkeit der Vertiefung durch das Mensch-SEIN, ein immer wieder frisches wach sein für das was erscheint und das was IST. Und das ist nicht immer „lustig“ es ist Herausforderung und Genuss an sich.

Wenn dich „Erwachen zu dem was du bist“ wirklich interessiert und es nicht nur ein  schöne, romantische Vorstellung ist, mit der du dein Leben verbessern willst, oder auf Wolke7 anheben möchtest – dann ist diese SO-heit, die kein Objekt ist,  und DAS was das Selbst ist, das einzige was DIR wirklich dienen kann, in der Vollständigkeit  diesen und jeden MOMENTS. Darin zerfällt jede Vorstellung und es bleibt nur dieser Atman – der Brahman selbst IST. Alles andere ist ein Traum im Traum.

Da ist eine tiefe Liebe und  Dankbarkeit, mit allen denen, mit denen ich gerade immer wieder SEIN darf . Und auch die den Mut haben mich immer wieder zu Sehen. Vielleicht mögt ihr mir Vorstellungen bringen. Doch es ist mir eine Freude, zu erleben dass es gibt kaum ein „Festhalten“ und „Zurückhalten“ von was auch immer, so ist es ein beständiges nackt-SEIN, was nicht gewusst oder erreicht werden kann. „Begegnung“ geschieht in der Abwesenheit von Zeit, worin Wahrheit auf sich trifft und keine Raum für etwas anderes lässt.

Es ist mir einfach eine Freude mit euch zu Sein.

 

 

„In bester Gesellschaft da zu sein, wo nur Selbst-SEIN IST, welches sich nicht objektiviert und auch nicht als Subjekt übrig bleibt.

In der ungeteilten Energetik-von-Leben erwächst transzendente Einsicht, die augenblickliches Verständnis ist.

Es ist die Gewissheit zu Sein-was-du-bist, was aus der Kontinuität und Frische der direkten Einsicht erwächst und genau dort immer tiefer wurzeln und erblühen kann.

Absolute Wirklichkeit eröffnet sich im Erscheinen JETZT HIER, es ist deine Natur und trägt keinen Namen.

Du musst nichts machen, um es zu sein. Es ist
eher umgekehrt, greife nichts auf, sei identisch mit dem, was IST.

Alles, was erscheint, sind die Glieder des Absoluten, du selbst, in deinem Erscheinen…

Wortloses Verstehen geschieht, einfach im Sehen, dass das Sein ununterbrochen IST. Dort ohne Konzepte zu beherbergen zu verweilen, da ist die Identität mit DEM Wirklichen gegeben. Identisch Sein mit DEM Wirklichen lässt keinen Raum für ein
„ich“. Es ist dieses ICH-SEIN, welches mit sich spricht und alles in Stille umarmt, da alles in IHM ist. Dies, was IST, ist Dreh- und Angelpunkt der ganzen Existenz, Tor zwischen dem Phänomenalen und dem Noumenalen, da bleibe und atme die
Stille, die Freiheit des Seins.“

(Aus dem Traum Erwachen – Die Enthüllung des einen Selbst)

Stille-Retreat

Hallo Ihr Lieben, hier ist eine Info für das Stille-Retreat vom 16ten – 19 ten November weitere Infos HIER ALS PDF zu finden, bei Interesse an Teilnahme bitte anmelden.

Bis dahin finden noch zwei Satsang-Intensives statt

Satsang-Intensive 30.09 – 01.10

Satsang-Intensive 28- 29 Oktober jeweils 16-22 Uhr

Bei dem Intensive kannst du an einem oder beiden Tagen teilnehmen, Anmeldung ist hierzu nicht notwendig, trotzdem schön. Du bist herzlich willkommen, SO wie du bist.

 

„Lass das Äußere zur Ruhe kommen und das Innere in seiner Lebendigkeit geschehen wie-es-ist …und de Ich-Geist wird sich in der Leere verlieren. Wenn du nicht an der Leere klebst und nichts anderes suchst als DAS was immer hier ist – eröffnet sich Realität, als DAS was-du-bist. Schau, Sei still, und alles erfasst sich aus sich-Selbst-heraus. In dieser stillen Schau beständig zu SEIN, verwandelt dich in DAS was du immer schon warst und bist. Es ist ganz einfach: Wichtig ist, beständig zu „üben“ und unbeirrbar zu SEIN.“

(aus, Nondualität – Der Weglose Weg)