Alle Vorstellung des Geistes aufgeben und SEIN was-du-bist

Das Gebet ist eine direkte Möglichkeit in der Erforschung deiner Selbst, all die Vorstellungen über „mich und die Welt“ aufzugeben und so das Drama, das Trauma, die Storys, alle Zweifel, Bedenken, DIR zu Füßen zu legen und Still zu SEIN, mit dem was ist

…es braucht kein besonderes Gebet, mehr ist es eine „innere Haltung“ in der alles von der Stille, der Hingabe selbst genommen werden darf. Eine Haltung die bereit ist alle Vorstellungen des Geistes gehen zu lassen und zu empfangen, sich in DEM empfangen zu lassen und zu sehen ICH-BIN-ER.

Ich spreche immer wieder über „das Gebet“ und manchmal kommen da Rückfragen wie: „an wen könnte man sich den wenden im Gebet?“ An Wen? an mich selbst, DAS was Existenz IST.

Oder die Frage „welchen Sinn hat den das Gebet noch, wenn nonduales-sein erfasst ist?“ Der Sinn könnte sein, unsere Wünsche, unserer Inneres Bitten und die Bedürfnisse abzugeben, und offen zu sein und die Erfüllung in welcher Form auch immer es sich ergeben mag – so das in einem umfänglichen Kontext gesehen werden kann das wir das Leben nicht machen müssen, das wir unsere „Pakete“, jedes Erleben von Ich und Mein abgeben können und darin sehen das wir selbst vollkommen getragen sind.

Genauso könnte gesagt werden: „Ich bin doch alles was ist, warum eine Hingabe an mich Selbst, an das eine Selbst?“ Ich bin doch alles, ist ein advaitsches Konzept, „politisch korrekt“ sozusagen. In der klaren ungeteilten Sicht siehst du das du alles bist, nur dass das keiner Vorstellung entspricht, es kein Bild, kein Gedanke, kein Ding ist – also lass all das konzeptuelle BlaBla und den Wissenden gehen und Sei ungeteilt DAS was-sein-ist.

So ist der Sinn, Ignoranz, Wissen und Unwissenheit aufzugeben und sich tiefer erfassen zu lassen. Es ist ein endloses sich Erfassen lassen, denn DAS hat kein ende – so ist es eine Art der Hingabe sich jetzt-hier aufzugeben und sich immer wieder ganz und zum ersten mal sich dieser Endlosigkeit anzuvertrauen.

Vollkommene ungeteilte Hingabe fragt gar nicht nach einem Sinn – sie Fragt nur wortlos nach sich Selbst und eröffnet zwischen jedem Atemzug, DAS was näher als nah ist.

DAS Gebet, könnte heißen: „Om namaha Shivaya – Dein Wille Geschehe und es gibt gar nichts anderes als DEIN Wille. Denn es ist DAS was durch alles geschieht, DEM ergebe mich voll und ganz hin und tue mein Bestes, in dem Wissen dass DU es bist, der der stille Nicht-handelnde IST – in diesem praktischen tun wird offensichtlich das ich es nicht in der Hand habe, denn DU bist DER der mich und alles lebt. Om namaha Shivaya, Om namaha Shivaya, Om namaha Shivaya,… DEIN WILLE und dein WIRKEN geschieht, in allem. DEM vertraue ich mich ganz an und bin einfach still mit dem was ist.“

Zu beten heißt, sich DEM Un(ver)mittelbaren zuzuwenden, und von all den Bilder des Geistes, den Gefühls-Dramen und Storys, all den Gedanken-Vorstellungen die erscheinen zu lassen… Es nicht aufzugreifen und es zu lassen Es ist ein simples, stilles, sich zur Verfügung stellen so dass sich DAS Unvermittelbare erfassen kann…

Ein Inhalt des Erlebens könnte sein: die Dinge aufzugreifen, sie festhalten, in einem immer wiederkehrenden objektivieren …“ ja fass es nicht an und sei still und der „Ich-Geist“ stirbt in DAS was das Selbst ist

Das stille lebendige Gebet braucht keine Formeln, keine Technik – ist das Stille anvertrauen an dich Selbst – es ist das anvertrauen an DAS Selbst. Das was spontan, in der unschuldigen Hinwendung an das LEBEN geschieht, verfehlt nie sein ZIEL: „Bittet so wird euch gegeben, klopft an so wird euch aufgetan“ Manchmal wissen wir nicht vor welcher Tür wir stehen, an welche Tür wir HIER klopfen, aber es ist wertvoll zu schauen was sich hier eröffnet und in allem bild-los Gott zu sehen – einfach nur zu Sehen, zu Sehen und zu Sehen. Sich DEM anzuvertrauen, ES zu schmecken, wie es sich Jetzt zeigt, macht das WUNDER, dass DU BIST offensichtlich und öffnet der Gnade Tür und Tor…

Nichts muss gesucht werden. DIES was schaut erlebt sich selbst, in diesem MOMENT. DEM vertraue und sei einfach still. Durch die direkte, unmittelbare Erfahrung eröffnet sich das Unvermittelbare, einfach so… lass DU dich erfasst sein.

Es ist DAS SEIN Selbst, das keine besonderen Erfahrungen braucht, um sich erfahrbar zu machen. Ohne jemals zum Objekt zu werden, offenbart es sich HIER durch alles was erfahren wird. Spüre und erlebe einfach das was da ist und schaue …

Das Gebet richtet sich an keine externe Instanz, es ist ein sich Selbst vergessen, und nur DAS Eine Selbst zu Sehen und es zu Sein.

Oftmals geschieht es fast unbemerkt dieses „Ich und ich und Ich“, die Gebetsmühle des Ich-Geistes, der nur durch sein sich in Gedanken bewegen eine ganze Welt, Himmel und Hölle erschafft. Ein beständiges sich in der Gesch-ich-te bewegen, im Drama, im Bewerten und Urteilen, im Wollen und nicht wollen, im sich runter machen und sich verurteilen, aber auch genauso all das „positive“ mit dem sich dass das „Ich“ immer wieder heimlich in den Mittelpunkt rückt … subtile endlose Gedanken, die sich endlos bestätigen und sich weiter denken wollen. Dagegen kann man nichts machten – es ist kein Machen, es ist eine lebendige stille Art des Seins. Das Gebet, oder die stille Hinwendung an dich SELBST ist mehr ein ver-lassen dieser virtuellen Instanz. Schau es dir in der Stille an, schau einfach nur und lass dich erfasst sein…

Vielleicht ist es eine äußere Form des Gebets, des Rituales, der Hinwendung, ein Mantra Name oder ein Bild Gottes was dich Sehen lässt ICH BIN ER. Vielleicht ist es auch eine Bildlose Kontemplation und ein direktes unmittelbares SEIN. Doch letztendlich ist da kein Objekt der Anbetung und niemand, der sich dem Gebet ergibt. Du bist DAS Eine Selbst, das sich durch alles – in diesem endlosen Strom von Leben – sich selbst hingibt. DEM gib dich hin, das ist alles. Darin wird DAS umfassend real was Wirklichkeit IST. Gott, der Guru, DU Selbst, DAS ist kein Objekt, du siehst dass du bist, weißt aber nicht, was du bist. Bleibe einfach mit deinem ganzen Sein diesem Nicht-Wissen hingegeben.