Gott handelt IMMER

„Solange wir versuchen, dem Leiden zu entrinnen, Samsara zu entrinnen, der Konditionierung zu entkommen, Maya zu entkommen – umso mehr werden wir uns darin gefangen fühlen. Der Versuch selbst dem zu entrinnen, ist Leiden. Der Versuch, der Illusion zu entrinnen, ist die höchste Form der Selbst-Täuschung. Wenn du Glück hast, bricht alles zusammen und du erkennst, dass du dein Leid größtenteils selbst erzeugst, indem du weg davon willst. Es ist eine Art selbst-erfüllende Prophezeiung. Je mehr du versuchst dem Leid zu entkommen, desto mehr bist du darin verwickelt. Paradoxerweise ist der Weg raus, völlig und ganz darin gefangen zu sein. Wenn du völlig und ganz gefangen bist, bist du frei. Jeglicher Versuch zu entkommen, beginnt einzustürzen. Deine Identität ist auch das, was ich als deinen persönlichen Willen bezeichne, da unsere Identität dadurch definiert wird. Oft gibt es dann eine Limbo-Zone, wo es immer weniger und weniger persönlichen Willen gibt, jedoch gerade noch genug um sich darüber zu beklagen oder um verwirrt oder beängstigt zu sein, um sich Gedanken zu machen, wie es wohl weiter geht. In diesem Zwischenstadion wirst du nicht bleiben. Mach dir also keine Sorgen darüber. Es ist lediglich eine Übergangsphase, wo es ums Aufgeben und ums Loslassen und Loslassen und Loslassen geht, genau da, wo du bist – auch wenn es verwirrend ist, auch wenn es beängstigend ist. Es ist ein immer weiteres Loslassen des persönlichen Willens.

Dieser Akt des Aufgebens offenbart tiefere Bewusstseins-Ebenen, wo du nicht länger von Persönlichem bewegt wirst, sondern von dem Ganzen, von der Existenz, vom Leben selbst. Religiös ausgedrückt könnte man sagen, Gott handelt durch dich. Auch das “Ich will dem Leid entkommen” muss gehen, und es wird immer mehr wegfallen, deine Identität wird wegfallen. Lass immer mehr wegfallen. Und dann kann das, was du wirklich bist, ins Gewahrsein kommen, das, was mit der Ganzheit verbunden ist – mit der Ganzheit der Existenz und darüber hinaus. Eine total neue Energie entsteht daraus und wird durch dich wirken und nicht länger vom persönlichen Verstand verdreht werden.

Dieses Austrocknen deines persönlichen Willens kann sehr verwirrend sein, auch dein spiritueller Antrieb wird ebenfalls austrocknen. Du erkennst das nicht, bis der Boden beginnt, weg-zufallen. Das geschieht, wenn du wirklich der Desillusionierung begegnest, die generell und stets vermieden wird. Diese Desillusionierung bedeutet einfach, dass das was ich tue, das ich und mich, mein kleines, persönliches ich, dass das nicht mehr funktioniert. Alle Strategien, dass das kleine ich hat, funktionieren nicht wirklich. Es ist für den persönlichen Verstand der letzte Ort, an dem es enden wollte. Es ist eine Art erzwungenes Aufgeben. Ich nenne es rücksichtslose Gnade. Da gibt es eine zarte, liebevolle und glückselige Gande und dann gibt es diese gnadenlose Gnade, bei der dir Schichten an Falschheit ungeniert weggezogen werden. Es öffnet dich jedoch für den Zustand der Unschuld. Es ist ein Zurückkommen zur wahren Offenheit und Aufnehmbarkeit. Alles, womit du dich Unschuld hattest, wird dir entzogen. Tatsächlich ist es ein Akt großer Gnade und Liebe, da es dich zum Zustand tiefgründiger Leere zurückführt, was der Buddha Ananda nannte und so viel wie kein Selbst bedeutet. Dann erfährst du dein “Nicht-etwas-Sein”.

(Adyashanti)

 

„…dein “Nicht-etwas-Sein” ist aber eben nichts was sich ein „Realisierter, Erwachter, Erleuchteter,…“ in die Tasche stecken kann. Es ist deine Natur, DAS was du bist.

Deshalb immer wieder der Hinweis auf die Frage, Wer und was du bist? …genau dies zu erforschen, dem auf den Grund zu gehen.

Da kann festgestellt werden du bist Identisch mit DEM, aber DAS entspricht keinen Bild. So ist der lebendige Pfad, immer wieder frisch alle Identitätsbilder fallen zu lassen

und zu SEIN.

JA, einfach so zu SEIN was-du-bist.

 

Auf der Suche nach dem Text vom Adi-Shanti den ich versprochen habe heute zu veröffentlichen, bin ich über dies gestossen:

 

„DAS Nouemenon ist nicht getrennt von seinen Phänomenen.

Die Quelle ist nicht getrennt von ihrem Fluß – DU BIST der Schütze, der Schuss und das Ziel.

Dies was ist, zu SEIN, transzendiert die Benennbarkeit und Kennbarkeit
von LEBEN und du findest dich dort wieder, wo du warst bevor du
wurdest. “

 

(Aus „DAS Hier – Eine Liebesbeziehung mit Nichts“)  Kein Distanz zu DEM, du bist DAS.

Es liegt an dir einfach zu SEIN, was du ungeteilt bist.

 

 

„Auch das “Ich will dem Leid entkommen” muss gehen, und es wird immer mehr wegfallen, deine Identität wird wegfallen.

Die Aussage des Textes find ich sehr schön auf die TOTALITÄT hinweisend die du bist.

Die Identiätsbilder, die Geschichte gehen zu lassen und das geschieht immer nur JETZT HIER.

Zu glauben ich habe ALLES gesehen (weil man mal vor Jahren oder Gestern, ein paar Erwachenslebenisse und Einsichten hatte) ist Ignoranz.

Hier spielt die Musik –  oder wie es Nisargadatta sehr treffend ausgedrückt hat: Das Erkennen geschieht spontan, in einem Moment, die Erforschung von DEM ist ohne Ende“

Der Wert ALLES gesehen zu haben, darin liegt die Gewissheit  und die Möglichkeit Jetzt Hier unmittelbar Ganzheit zu Sehen, sich von DEM mit „Haut und Haaren“ erfassen zu lassen.

Da bleibt kein Ego (keine Person, kein Individuum – als etwas was reale Substanz hätte)  – weder Haut noch Haare bleiben übrig. Da ist nur SEIN und das bist du.

 

Wir teffen uns jeden Mittwoch uḿ ganz unverblümt Ganzheit zu sehen, als das was umfassend IST. Wir treffen uns hier jeden Mittwoch die Vollständigkeit des SEINS, zu Sehen und zu schmecken, wie-es-erscheint.

Es ist nicht gebunden an ein Treffen hier, das ist nur eine Möglichkeit. Ungeteiltes SEIN, ist immer HIER, in dir um dich herum, dich dem hinzuweden einzutauchen, dich erfassen zu lassen, darin geschiehet „etwas“ was sich den Worten entzieht: Erfüllungen, Friede, Stille sind nur Hinweise – positive Nebenasprekte, geniesse sie wenn sie autauchen, aber darum geht es nicht. Das sich zuwenden  und eintauchen in DIES führt über alles sagbare hinaus.

Ich knüpfe einfach an das gestrige Gespräch an und das Thema Ego. Gutes oder Schlechtes Ego – ist beides Ego. Das hat im Grunde nix mit Erwachen, mit Selbsterkenntnis zu tun, nur in dem Sinne das du erkennst  das du es nicht bist, und bereit bist es lassen. Es ist der 3 Buchstaben nicht wert.

Solange der Körper auftaucht wird das Ego zeitweise mit dabeisein – gut oder Schlecht, lass es es hinter dir und wende dich dem SEIN in dir zu, und sei still. Das ist voller Liebe, stille grundlose Freude, es ist Frieden an sich. Wende dich dem in dir zu was IMMER unverändert  ist, und lass dich ganz davon aufressen: darin liegt die Freude des SEINS

 

Die Frage nach einem Ego ist immer eine Angst vor Vorstellungen was könnte passieren wenn, was wäre wenn,… deshalb immer wieder der Hinweis von mir, für sich kontinuierlich in Stille zu schauen was Vorstellungen und Gedanken sind, wo sie herkommen, wo sie hingehen, was davon reale Substanz hat, was die Quelle der Gedanken ist. Wer oder was da wirklich denkt und in dieser Schau zu schauen Wer oder was du selbst bist ???

In diesem Du Selbst, gibt es kein Selbst – dem Gibt dich hin – das ist das direktest Yoga, die  tiefste  Erfüllung an sich. Diese innere Bewegung absorbiert in die Höchste Wirklichkeit, die keine Erfahrung ist und keinen Raum für etwas Zweites lässt.

 

ES holt sich nach Hause: Wertschätze die Angst (es ist nichts falsches das Angst auftaucht) indem du sie einfach fühlst und nah damit bist, gibt es kein Problem damit.

Ist es durch-gefühlt, ist es als wäre es nie gewesen.

Sein mit dem was ist – ist immer wieder der Übergang in DIES was in sich heil. ES ist nicht fix, LEBEN ist in Bewegung.

Wenn dir DAS wichtig ist braucht es einfach eine simple Ausrichtung auf DAS was immer hier ist…

 

Die Frage nach einem Ego kommt auch immer mit aus der Angst und der Vorstellung darüber, wie soll ich leben, was gibt es zu tun,…

Ganz einfach: lebe simpel und pragmatisch -ohne Bild darüber- wie es dir aus dem organischen Sein jetzt-hier entspricht. Darin sei dir selbst ein Unbekannter.

Vertrau „Gott handelt durch dich“ IMMER – weil nichts ausserhalb von GOTT der Einheit des Lebens passieren kann.

Und das ist nichts was man „wissen“ kann. Es ist mehr ein Vertrauen in die eigene ungeteilte Natur

So erfasst und enthüllt es sich endlos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bleib einfach still

„Die Welt“ will dir Vorstellungen verkaufen…

Greif nicht zu, bleib einfach still.

„Die Welt“ ist am Rennen, du bleibst einfach still, mit dem was ist.

In dir rennt es …damit bleib still…

Du meinst du kannst nicht still sein, damit sei still,

und es kommt von selbst zu Ruhe. Darin erfasst sich die Stille selbst.

Du bist am Rennen, du bist in Vorstellungen…

Ja so mag es sein.

Es kommt aus sich heraus zu Ruhe, die Stille erfasst sich von selbst,

bleib einfach still mit dem was ist.

Verstehen ist Verwirklichung

Verstehen ist Verwirklichung, SEIN ist alles was ist und DAS bist du.

Verstehen ist kein mentales Intellektuelles Gehabe, es ist wortloses Wissen, und nichts was man wissen müsste.

Die Wirklichkeit deiner wahren Natur ist jenseits von Wissen und Unwissenheit.

Es ist das SEIN an sich. DEM vertrau dich ganz an.

Vergiss den Verstand, Sei einfach DA – DAS SEIN selbst.

 ξ Tauche tief ein, in DAS Hier-Sein, so tief das „du“, weg-fällst;

und sich die Eine Quelle gegenstandslos erfassen kann.

ξ Alles ist das erscheinen der Quelle – alles ist DAS.

DAS ist Verwirklichung.

Eine Vorstellung nährt die nächste,…

Ich“ ist eine Illusion, die sich ständig bestätigt durch Problem- und Lösungsversuche, durch das Rennen von hier nach da, durch die Idee: „ich will auch ein gutes Leben haben“, „ich will doch auch Glücklich sein“, „ich will in Frieden Sein“, „ich will auch noch was erleben“, „ich will DAS erleben“… Eine endlose Suche nach einem Objekt das Frieden bringt, was nur eine vorgestellte Seifenblase ist. Immer wenn du glaubst es zu haben zerplatzt es.

Genauso, all diese Vorstellungen: „Ich weiß es“ und „Ich weiß es nicht, oder noch nicht“, „Ich bin der und der“, oder „Mich gibt es eh nicht“, alles nur Ideen. Mich gibt es und mich gibt es sowieso nicht, ist nur der Glaube in eine Idee.

Eine Vorstellung nährt die nächste,…

…all die Plus und Minus Geschichten: „Wie toll du bist“, „…dafür muss ich noch an mir arbeiten“, „Dir fehlt noch was“, „…aber da musst du noch an dir arbeiten“. Dann wechselt es zeitweise in die nächste Geschichte: „Mich gibt es nicht, da ist niemand“, „Da ist nur Sein“, „Es gibt nur DAS EINE…“

Doch wer ist der der weiß?

Gehe über diese Seinś-Geschichte hinaus, dort wo du nichts bist und nur SEIN IST.

Da ist DAS „Mich gibt es nicht“ umfassende wortlose Realität, und nichts anderes als DAS was SEIN IST.

Und das kannst du nicht machen, du kannst dich DEM nur hingeben, dich dem anvertrauen durch alles hindurch, in dem wortlosen Wissen dass DU BIST.

 

Ganz pragmatisch: Lebe pragmatisch, und sei einfach still mit dem was ist.

Fasse all die Ideen und Vorstellungen nicht mehr auf –

sei einfach, was du bist.