Das Eingeständnis

Es gibt kein einzelnes Ding (dharma), das man ergreifen oder ablegen kann. Wenn du damit aufhörst, Dinge in ihren zeitlichen Aspekten zu betrachten, als entstanden oder vergangen, dann gibt es im ganzen Kosmos nicht ein Körnchen von irgendetwas, das nicht zu deinem eigenen Schatz gehört … Suche nicht mit deinem Intellekt nach der Wahrheit. Suche überhaupt nicht. Die Natur des Geistes ist ganzheitlich. Deshalb steht im Avatamsaka-Sutra: „Kein Ding hat einen Anfang, kein Ding hat ein Ende.“

(Hui Hai)

Anmerkung

‚Dein eigener Schatz‘, was sich aus relativer Sicht, wie ein objektiver Begriff liest, meint hier das ‚absolute Wirken dessen, was du bist‘. In relativer Sprache könnte man dies kaum klarer offenbaren. Wir müssen es nur direkt erfassen.

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Großes Spiel

Solange wir ‚Zeit und Raum‘ stillschweigend als wahre Größe akzeptieren, ist alles, was wir sagen und tun, metaphysisch gesehen unsinnig, oder – weniger scharf formuliert – Spielerei.

Vermutlich verschließen wir unsere Augen davor, dass wir instinktiv wissen, dass das Eingeständnis ihrer faktischen Nicht-Existenz das gesamte Gebäude der Phänomenalität in die Luft jagen würde – denn nur die ‚Noumenalität‘ kann überleben.

aus: Wei Wu Wei, „Nachrufe“

 

Mehr als DAS, geht nicht

Manchmal spreche ich von einer Art Befreiung, manchmal von Selbstverwirklichung – und der denkende Geist versucht etwas daraus zu machen.

Doch viel mehr geht es darum bei Dem zu bleiben was jetzt hier, und immer schon frei ist – bei dem zu bleiben was das Selbst, dieses Ich Bin ist, und den unruhigen denkenden Geist zu verlassen – daraus geschieht es unterschiedslos, das ist Selbstverwirklichung, Freiheit an sich. Genau DAS zu sein und immer wieder in die Quelle einzutauchen und es „durch alle Schichten“ zu erleben, da entspringt eine tiefe Hingabe, und eine unendliche Erfüllung. Mehr als DAS, geht nicht

 

Nondualität – druckfrisch

Heute Abend kam diese Mail rein: „Sehr geehrter Herr Hiess, vielen Dank für die erteilte Druckfreigabe Ihres Buches: „Nondualität“,…

… Buchbestellungen, werden unverzüglich bearbeitet. …“

 

Sehr schön ab jetzt is es erhältlich, 204 Seiten – 16€  – ISBN: 9783743195431 – Books on Demand.

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„Nondualität ist ein direkter Hinweis auf deine Wahre Natur, DAS was du wirklich bist. DAS eröffnet sich durch alles.
SEIN was ich bin, ist der Weglose Weg. Das ist im Grunde kein Weg der gegangen werden kann, weil es keine Trennung, keine Distanz gibt zu DEM was du bist. So ist es Gnade, dass sich dieser Weg unter den Füßen eröffnet.
Alles Gesuchte ist immer schon HIER. Im Unmittelbaren Erleben liegt die Erfüllung, die überall gesucht wurde. Die tiefste Schönheit des Seins, liegt in der Hingabe an DAS.
Schau einfach … lass dich erfasst sein …
SEIN ist alles was ist.“

 

Es bleibt das Unbekannte

Ich bin in einem Land was ich nicht kenne und egal was ich meine zu wissen oder was ich erkundet habe – es bleibt das Unbekannte. Ich kenne die Gesetzmäßigkeit nicht wirklich. Ich kenne auch ihre Sprache nicht wirklich. Im Grunde ist jeder Moment vollkommen unbekannt.

Immer wieder sind die bekannten Mittel und das was gelernt wurde nutzlos. Und immer wenn versucht wird sich an das zu halten, was so bekannt erscheint, hafte ich einfach an einem Objekt und verwickele mich dabei in den Traum „jemand und etwas“ zu sein.

Darum nutze ich diesen Kompass, über all wo ich hinschaue bin ICH, und ich weiß nicht was das ist – jedes Objekt ist leer und Das-was-ich-bin, das gilt es zu sehen und darüber hinaus, einfach zu Sehen, zu Sehen, zu Sehen …

Daraus ergibt sich alles

Toleranz

„Keine Toleranz“ ist immer schon meine Grundeinstellung, dass das zu tiefer Toleranz führt war mir nicht klar. Und zu verstehen ist das auch nicht wirklich (auch wenn das verstanden werden kann) eher aber ist es Möglichkeit zur Wirklichkeit, für sich einzustehen und darin „Toleranz“ Liebe und Frieden als etwas grundlegend und tragendes zu endecken.

Eben bei meinem Lieblingstürken zum verspäteten Mittagessen gesessen. Nach dem Essen, setzt er sich zu mir, und wir kommen ins Gespräch, und er fragt: was ich von dem verrückten Erdogan halte. Meine Antwort darauf, „na, was soll ich wohl von einem Verrückten halten?“. Ende der Durchsage.

Mir ist gerade auch mehr und mehr nach Kampfkunst. Wobei sich bei mir die Kampfkunst eher in der Arbeit mit der Motorsäge und Qi Gong äußert.

Kampfkunst ist ja im Grunde nie gegen den Anderen – im Besten Fall ein lebendiger Hinweis auf DAS was Energie und Kraft ist, worin wir „den Kampf gegen…“ aufgeben können, und das was da ist zum Besten nutzen…

Je nach Geschmack, ist es so leicht sich in den Weisheiten von einem Ramana, Ramesh, Ranjit, oder Osho als Freiheit, oder SEIN-an-sich, zu entdecken.

Aber die Weisheit nimmt, auch in der Ignoranz, kein Ende. Diese eine Energie lebt sich auch durch, Hans meinen Nachbarn, Erdogan und alle die die mir gestohlen bleiben können. Leider… Das immer mal wieder vor Augen gefüht zu bekommen, da fallen die Bilder von, „wie es sein sollte“, „wie es sein könnte“, „was richtig und falsch ist“, …

 

Toleranz, als: „Alles ist gut.“ da wirds mir immer wieder ein wenig anders – es macht mich wach für das was ist. Viel mehr liegt meiner Wahrnehmung nach, die Kraft darin die ich oben schon erwähnt habe, „den Kampf gegen…“ aufgeben und das was da ist zum Besten nutzen.

Herzliche Grüße, Ronny

 

 

 

 

 

Loyalität DEM eigenen Sein gegenüber

Nitya zitiere vor geraumer Zeit, Die Bhagavad Gita, von Ramesh Balsekar. Besten Dank werter Nitya

„Vielleicht einer von Tausenden
strebt nach der Freiheit.
Unter denen, die nach Freiheit streben
– und glauben, erfolgreich zu sein –
kennt kaum jemand
die gesamte Wahrheit Meines Seins.

Bhagavad Gita, VII/3

Ohne eine gewisse angeborene, gottgegebene, intuitive Einsicht sind viele Verse der Bhagavad Gita sehr leicht misszuverstehen. So kann in diesem Vers das Missverständnis entstehen, dass Gott Krishna den einzelnen Suchenden selbst dafür verantwortlich macht, dass die Realisierung des Selbst noch nicht geschehen ist, und den Fehler der mangelnden Selbst-Anwendung des Suchenden zuschreibt. Doch man muss begreifen, dass die Suche, und es ist egal, was man sucht, durch einen individuellen, menschlichen Organismus geschieht als Teil seiner gottgegebenen Bestimmung. Dann erkennt man, dass es tatsächlich keinen individuellen Suchenden gibt, der stolz auf seine Suche sein könnte. Sucht jemand Geld und Macht, dann ist dies Gottes Wille. Sucht jemand Spiritualität, dann ist auch dies Gottes Gnade.

In diesem Vers verweist Gott Krishna auf die Tatsache, wie selten jemand Frieden und Vollendung sucht, und dass noch viel seltener jemand die absolute Wahrheit erfährt“

 

Im weiteren schreibt Nitya ausführlich dazu: „Ich weiß gar nicht, was der hat, der gute Ramesh: Heute werden wir überflutet von Büchern, Videos, Erleuchtungs- und Erwachens-Kongressen, die allen Menschen Erleuchtung/Erwachen pur anbieten… Und dann kommt dieser Ramesh daher und wärmt die ollen Kamellen aus der Bhagavad Gita auf und verkündet mit… wie selten es doch ist, dass jemand die absolute Wahrheit erfährt. Und dieser komische Krishna-Gott verkündet dann auch noch, dass unter denen, die nach Freiheit streben – und glauben, erfolgreich zu sein – kaum jemand die gesamte Wahrheit Seines Seins kennt.

Is doch gut, dass wir nicht mehr an Götter und ihren Willen und schon gar nicht an ihre Gnade glauben müssen und uns an jeder Ecke unser Instant-Erwachen, unsere Instant-Erleuchtung holen können. „Sobald das Geld im Kasten klingt …“

Ramesh ist ein klarer Vertreter der Aussage, dass alles eine Manifestation der Quelle ist. Ich würde ja, um Missverständnisse zu vermeiden, der Quelle weder einen Willen noch einen Gnadenakt unterstellen. Nehmen wir das doch einfach mal zur Abwechslung ernst, dass es nur die Quelle gibt und dass alles Sichtbare nur Ausdrucksformen dieser Quelle sind.“ (Nitya) JA BITTE !

 

…wenn in mir die Bereitschaft ist, mich diesen Frieden, der Vollkommenheit in mir „mit Haut und Haaren„ zuzuwenden, endet sehr bald jeder rechnerische Akt, jeder Akt Antwort oder Erlösung zu finden endet HIER, weil Facettenreich in allem die NULL hervor-scheint, darin sind wir „der Absoluten Wahrheit“ näher als nah und, Friede und Vollkommenheit das was offensichtlich ist.

Gnade, scheint mir ein „schönes Konzept“ zu sein. Genauso wie „Gottes Wille“ (was für mich ein sehr „hilfreiches“ Konzept war). Hier hab ich mal davon erzählt:

 

Vielleicht einfach die Frage ob man „dem Konzept“ glaubt und daran festhält. Oder das Konzept Hinweis auf DAS Größere ist, dem man sich anvertraut.

„Gottes Wille“ ja, so wie Nitya sagt: „…der Quelle weder einen Willen noch einen Gnadenakt unterstellen.“ … das scheint mir eher ein freundliches Entgegenkommen des Herrn Balsekar, bzw. ein Hinweis auf den Frieden und die Vollkommenheit die in allem IST

Eigentlich sind wir in dieser „Hingabe“, in diesem überantworten an „Willen Gottes“ dumm wie… Denn man muß sich seinem eigenen Nichtwissen und dem was da abläuft überantworten, und landet in etwas was nicht wissbar ist und keinen Landeplatz bietet.

 

Kein Landeplatz, na Bravo…

 

Das Schöne darin, die Grundloskeit des SEINS erfasst einem – darin wandelt sich der Blick zu sehen das ich selbst die Quelle bin. DAS zu sein, ist Gnade;-)
Wenn man an Erleuchtung oder „Erwachen auf Kreditkarte„ interessiert ist (also etwas was man für sich vereinnahmen möchte) – nix wie raus da. Denn da gibt es nun wirklich nichts für „mich“ zu holen oder zu erkennen womit ich etwas anfangen könnte, und mit diesem Frieden, dieser Vollkommenheit kann ein „ich“ wie auch immer es sich gestaltet, auch nichts anfangen. Dann lieber doch einer der vielen sein, die meinen auf einem guten Weg des Erwachens sind. Ich würde sagen, lieber nicht*lach*

In gewisser Weise geht es um Loyalität sich selbst gegenüber. Denn in dieser wortlosen Loyalität oder Hingabe zu sich selbst, eröffnet sich Vollkommenheit und Friede. Wird darin „DAS Absolute“ berührt zeigt sich die Gnade -schlussendlich- eher als „etwas Gnadenloses“ (und Gottes Wille – als „etwas“ wo es weder Wille noch Gott gibt) worin nichts bleiben kann, kein Witz, kein Krishna, kein Ich, kein Selbst, keine Trennung, nichts mit Einheit.  Kein was auch immer…

SEIN an sich, braucht noch nichtmal ein SEIN um zu sein.

„kein was auch immer…“ DAS ist die Eine Natur die ohne wenn und aber, in allem ist.

Gnadenlos – mit dem nächsten Atemzug geht’s weiter. So finde ist die Loyalität DEM eigenen Sein gegenüber das Beste was mir je begegnet ist, weil sich darin Frieden und Vollständigkeit unmittelbar findet.
Intersant finde ich an dieser Stelle auch, endlich Krishna als Stimme im Advaita zu entdecken (wie ihn schon der alte Dnyaneshwar gesehen hat)

KrishnasJünger begegnet man ja manchmal auf der Straße – doch der Christlich-Indische Geschmack einer moralischen Religion, die aus gut erzogenen Schafen besteht war mir nie so nah. Krishna vertrat wohl die „Lehre des Karma und Bhakti Yoga – aber auch eine glasklare Linie Nondualer Vermittlung. Nisargadatta wies immer wieder darauf hin, die Bhagavad Gita, als Krishna selbst zu lesen und nicht als Suchende Seele, Arjuna,  als ein Ich, sondern als DAS was du bist.

 

Oben habe ich Dnyaneshwar erwähnt, dessen Schrift Haripath heute noch gesungen wird. Ums mal sinnhaft kurz zu fassen: Wird dieser Body/Mind – diese Ausdrucksform an DAS hingegeben was Größer IST. Wird  erfasst das DU, DAS EINE selbst bist, und dann tanzt du mit, aus dieser ungeteilten Hingabe selbst. DAS ist die pure Freude…

Wenn wir das ernst nehmen, dass es nur die Quelle gibt und dass alles Sichtbare „nur“ die Ausdrucksformen dieser Quelle sind, werden wir still, weil die Objekivierung jeder Art ein Ende findet und so holt uns der innere Sog in DAS zurück wo es kein Kommen und Gehen gibt. Darin erfasst sich DAS Eine ohne Zweites –  der Genuss ist zu SEIN was-du-bist… sich jetzt-hier erfassen zu-lassen.

 

 

„Ich bin der Vater dieser Welt, die Mutter, der Ordner, der Ahnherr, das zu erkennende, das Läuterungsmittel, das heilige Wort Om,

das Ziel, der Erhalter, der Herr, der Erschauer, die Wohnstätte, die Zuflucht, der Freund, die Zuflucht, das Ende.

Ich ströme die Wärme aus, ich halte den Regen zurück und entsende ihn, ich bin Unsterblichkeit und Tod, Sein und Nichtsein“

(Bhagavad Gita)

 

 


 

 

 

Bleib einfach still

„Die Welt“ will dir Vorstellungen verkaufen…

Greif nicht zu, bleib einfach still.

„Die Welt“ ist am Rennen, du bleibst einfach still, mit dem was ist.

In dir rennt es …damit bleib still…

Du meinst du kannst nicht still sein, damit sei still,

und es kommt von selbst zu Ruhe. Darin erfasst sich die Stille selbst.

Du bist am Rennen, du bist in Vorstellungen…

Ja so mag es sein.

Es kommt aus sich heraus zu Ruhe, die Stille erfasst sich von selbst,

bleib einfach still mit dem was ist.